Positionierung schafft Orientierung.
Eine Positionierung beschreibt, für wen dein Unternehmen da ist, welchen Nutzen es bietet und was sein Angebot unterscheidet. Sie ist eine Arbeitsgrundlage für Entscheidungen. Welche Botschaft gehört auf die Website? Welcher Inhalt passt zur Marke? Und welche Anfrage entspricht deinem Angebot?
Du brauchst dafür keine möglichst außergewöhnliche Behauptung. Eine überzeugende Positionierung muss zu deinem tatsächlichen Angebot passen. Verständlichkeit und Glaubwürdigkeit sind wichtiger als ein Satz, der nur im ersten Moment eindrucksvoll klingt.
Mit einer konkreten Situation beginnen.
Die Aussage ‚Wir sind für alle da‘ hilft selten bei der Kommunikation. Nützlicher ist der Blick auf eine konkrete Kundensituation: Welche Herausforderung besteht? Welche Fragen beschäftigen die Person? Was soll nach der Zusammenarbeit anders sein?
Beschreibe zuerst diese Situation. Anschließend kannst du prüfen, welche Zielgruppen sie tatsächlich betrifft. So bleibt die Positionierung am Bedarf orientiert und wird nicht zu einer bloßen Aufzählung von Alter, Region oder Branche.
Eigenschaften in Nutzen übersetzen.
Eine Eigenschaft beschreibt dein Angebot. Ein Nutzen erklärt, warum diese Eigenschaft für den Kunden relevant ist. Beispielsweise kann eine persönliche Ansprechperson dazu beitragen, Abstimmungen leichter zu organisieren. Die relevante Aussage hängt von der jeweiligen Kundensituation ab.
Sammle deshalb die wichtigsten Merkmale deines Angebots und stelle jeweils die Frage: Was hilft das meinem Kunden konkret? Bleibe bei Aussagen, die du begründen kannst. Nicht jede Eigenschaft braucht ein großes Versprechen.
Unterschiede belegen, statt sie nur zu behaupten.
Begriffe wie Qualität, Service und Leidenschaft können richtig sein, bleiben ohne Erklärung aber austauschbar. Beschreibe, wie sie in deiner Arbeit sichtbar werden. Wie läuft eine Abstimmung? Welche Ergebnisse übergibst du? Welche Aufgaben übernimmst du?
Der Unterschied muss nicht in einem weltweit einzigartigen Angebot liegen. Auch ein klarer Schwerpunkt, ein nachvollziehbarer Prozess oder eine passende Kombination von Leistungen können für eine Zielgruppe relevant sein.
Dein Arbeitsblatt für eine erste Positionierung.
Beantworte die folgenden Fragen zunächst in einfachen Worten. Anschließend prüfst du, ob die Antworten zueinander passen und sich mit deinem tatsächlichen Angebot decken.
- Wir unterstützen welche Menschen oder Unternehmen?
- In welcher Situation brauchen sie uns?
- Welchen konkreten Nutzen bietet unsere Leistung?
- Welche Arbeitsweise oder welchen Schwerpunkt können wir belegen?
- Welche Erwartungen möchten wir bewusst nicht wecken?
- Wie würde ein Kunde unseren Nutzen in eigenen Worten beschreiben?
Die Richtung in den Auftritt übersetzen.
Wenn die Positionierung steht, kann sie in Gestaltung, Sprache und Inhalte übersetzt werden. Eine Website sollte dieselbe Richtung vermitteln wie ein Vertriebsgespräch. Social Media kann einzelne Aspekte vertiefen, statt eine neue Geschichte zu erzählen.
Prüfe deinen Auftritt deshalb regelmäßig gegen die gemeinsame Grundlage. Hat sich das Angebot verändert? Tauchen neue Kundenfragen auf? Eine Positionierung darf sich entwickeln. Sie sollte aber bewusst überarbeitet werden und nicht unbemerkt durch einzelne Texte auseinanderlaufen.
